Mr. Blue kann ich wohl besser einschätzen ... glaube ich mal.soulpope hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:15 https://www.robertchristgau.com/get_album.php?id=8217
Möchte hier die Antwort/Eindrücke von "Mr. Blue" nicht vorwegnehmen, anbei die Album Kurzkritik des gestrengen Robert Christgau ....
Musikalisches Tagebuch
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Re: Musikalisches Tagebuch
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soulpope
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VerstandenOnkel Tom hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:23Mr. Blue kann ich wohl besser einschätzen ... glaube ich mal.soulpope hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:15 https://www.robertchristgau.com/get_album.php?id=8217
Möchte hier die Antwort/Eindrücke von "Mr. Blue" nicht vorwegnehmen, anbei die Album Kurzkritik des gestrengen Robert Christgau ....Von daher ist mir dessen Urteil dann noch wertvoller. Trotzdem danke für den Link.
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Re: Musikalisches Tagebuch
@Onkel Tom,kathisi hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:13Abdullah Ibrahim = Dollar Brand in seinen früheren Aufnahmen, südafrikanischer Jazzpianist, dieses Jahr leider verstorben. Oft Solo ("African Piano" z.B.), mal klassisches Klaviertrio ("Yarona"), oder wie bei "African Marketplace" in größerer Besetzung. Sehr lohnend für Jazzliebhaber und die, die es werden wollen...Onkel Tom hat geschrieben: 01 Okt 2026, 13:47 @Mr. Blue
Kannst du was zu Dollar Brand sagen? Ich hab den Namen so oft schon gelesen aber noch nie was bewusst von ihm gehört.
Ja soulpope ist immer besonders schnell und er kennt sich da auch gut aus
Er hat es hier gut beschrieben, ich kann es kaum besser formulieren. Trotzdem noch folgende Anmerkungen von mir :
Es ist bislang mein einzigstes Album von Dollar Brand aka Abdullah Ibrahim, das ich aber schon sehr lange habe. Ich kann es rundum empfehlen und ich denke, dass es Dir auch gefallen wird. Bei mir hat es das Album inzwischen zum Meisterwerk gebracht.
Ansonsten habe ich Abdullah Ibrahim vor gut 40 jahren mal live im Konzert gesehen als Solo-Pianist. Wenn Du das so für 1,5 Std. live siehst und hörst, ist es ganz okay. Wenn ich mir das aber für die gleiche Zeit nur als Platte anhöre, ist es dann - jedenfalls für mich - doch etwas langweilig und ermüdend.
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Re: Musikalisches Tagebuch
Nur zur Klarstellung. Mr. Blue's Meinung dazu Ist mir mehr wer als die von Robert Christgau. War also nicht auf dich gemünzt.soulpope hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:41VerstandenOnkel Tom hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:23Mr. Blue kann ich wohl besser einschätzen ... glaube ich mal.soulpope hat geschrieben: 01 Okt 2026, 14:15 https://www.robertchristgau.com/get_album.php?id=8217
Möchte hier die Antwort/Eindrücke von "Mr. Blue" nicht vorwegnehmen, anbei die Album Kurzkritik des gestrengen Robert Christgau ....Von daher ist mir dessen Urteil dann noch wertvoller. Trotzdem danke für den Link.
und gerne ....
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Alles gutOnkel Tom hat geschrieben: 01 Okt 2026, 15:55Nur zur Klarstellung. Mr. Blue's Meinung dazu Ist mir mehr wer als die von Robert Christgau. War also nicht auf dich gemünzt.![]()
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Re: Musikalisches Tagebuch
Tja, ich muss zugeben, dass ich damals wohl noch einen sehr engen musikalischen Horizont hatte. Wie auch bei Wolfgang kam bei mir in dieser Zeit fast ausschließlich Hard- und Glamrock und etwas später Progrock auf den PlattentellerOnkel Tom hat geschrieben: 29 Sep 2026, 16:21Da waren "wir" damals doch schon breiter aufgestellt. Da durften es neben Deep Purple und Black Sabbath gerne auch malWopperdaler hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:24In meinem damaligen Freundeskreis wurde hauptsächlich Hard Rock und Glam Rock gehört, aber es war auch einer dabei, der lieber Soul und Funk hörte, den haben wir immer damit aufgezogen, was er denn für einen weichgespülten Käse hört, bis man dann irgendwann entdeckt hat, das diese Genres neben dem Schmusesound auch flottere Sachen zu bieten hatten, aber was sag ich, als 14-16 jähriger hatte man in der Regel noch nicht den Horizont, über die eigenen Vorlieben hinauszuschauen.Talking Head hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:03 @Wopperdaler, dann bin ich ja beruhigt, dass diese wunderbare Musik damals nicht nur an mir vobeigerauscht ist.
die New Seekers oder John Denver oder Elton John sein (um nur einige zu nennen). Einen "Gruppenzwang"gab es da nicht. Das hat sich dann auch bis heute auf mein Hörverhalten ausgewirkt. Die Chi-Lites oder die O'Jays waren damals fester Bestandteil meiner Hör-Sessions.
Erst 1979 änderte sich für mich komplett alles. Aber lieber spät als nie.
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Re: Musikalisches Tagebuch
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Re: Musikalisches Tagebuch
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Re: Musikalisches Tagebuch
Donnerstag:
Nick Drake - Pink Moon (1972) ****
Ich versuche hier immer, das Album von der Legende zu trennen - und dann bleiben bei mir nur noch 4 Sterne. Neben den herausragenden Songs gibt es halt auch einige mittelmäßigere. Und was daher auf Albumlänge den Impakt der Highlights für mich verwässert. Gut trotzdem, aber nicht herausragend.
Neil Young - Harvest (1972) ****
Nochmal Folk-Klassikeralarm. Ich mochte aber immer schon den rockigen Neil lieber. Gute Platte, nichtsdestotrotz.
John Coltrane - Evenings At The Village Gate - John Coltrane with Eric Dolphy (Impulse, re.l 2023, rec. 1961) *****
Die Europa-Liveaufnahmen haben den Appetit noch nicht gesättigt, im Gegenteil- Nun diese Liveaufnahmen mit Eric Dolphy aus 1961 als Archivveröffentlichung. Habe ich schon einige Zeit, hatte sie aber bisher noch nicht gehört. Aufgenommen im Juli 1961, also einige Monate bevor das Europa-Set einsetzt. Gleich zum Einstieg natürlich erstmal wieder "My Favorite Things" mit einem langen Flötenintro, welches auch die Grundmelodie erstmals einführt. In der Aufnahmebalance dominiert hier das Schlagzeug etwas über die Bläser und das Klavier ist irgendwo hinten im Mix, ein kleiner, aber (als bekennender McCoy Tyner-Fan) nicht unbedeutender Minuspunkt. Aber die Dynamik zwischen Dolphy und Coltrane führt zu nahezu eskatischen Duellen über die wunderbare Melodie. "When Lights Are Low" ist melodisch und rhythmisch nicht so mein Ding, aber als Vehikel hier ok. "Impressions" dagegen startet mit vollem Tempo und wahnsinnigen Akkordstafetten der Saxophonisten. Es folgt eine sehr schöne "Greensleeves"-Version, in der nun endlich auch mal das Klavier angemessenen Platz im Mix bekommt und Tyner diesen Freiraum toll füllt. Und zum Abschluß ein tolles "Africa", 20 minütiges Vehikel für tolles Zusammenspiel und hin zu einem abschließenden ekstatischen Moment.
John Coltrane - Live At Birdland (Impulse, rel. 1964, rec. 1963) *****
Klanglich perfekt aufgenommen dagegen die Liveaufnahmen aus dem 1964er Album, das im Oktober 1963 vor der nächsten Europareise aufgenommen wurde. Die hier enthaltenen drei Liveaufnahmen (ergänzt um zwei Studioaufnahmen)sind deutlich kürzer und konziser, mit weniger Raum für ausgedehnte Explorationen, beginnend mit einem tollen klaviergetriebenen "Afro-Blues", in das sich schließlich quasi mit einem Schrei das Saxophon hineinwirft. Was für ein fantastisches Stück Musik! Dagegen müssen die anderen beiden Livetracks naturgemäß etwas abfallen, sowohl das schöne balladeske "I Want To Talk About You" als auch "The Promise" sind aber auch tolle Aufnahmen! Von den beiden Studioaufnahmen beeindruckt insbesondere das den vier bei einem rassistischen Brandanschlag auf eine Kirche getöteten Mädchen gewidmete "Alabama".
John Coltrane - My Favorite Things: Coltrane At Newport (1963-1965) (Impulse, rel. 2007, rec. 1963 und 1965) *****
Und nochmal zwei weitere Liveversionen von "My Favorite Things"... Die 1963er Liveaufnahmen haben das Saxophon extrem nach vorn gemischt, etwas schade. Und die erste Version ist dann auch eine der schwächeren mir bekannten Variationen - hier schunkelt es mir im Rhythmus zu sehr. Dafür überzeugt hier die Version von "Impressions", ausgedehnt auf >20 Minuten, vollständig. Allein der Dialog zwischen Haynes und Tyler, unterlegt mit dem Bass von Garrisson, in der ersten Hälfte des Tracks ist wunderbar. Dann ein kurzes Basssolo, dann folgt die große Stunde des Tenor. Gänsehaut.
Der 1965er Teil eröffnet mit einer expressiven Version von "One Down, One Up" und endet mit weiteren hochklassig stürmischen 15 Minuten "My Favorite Things", diesmal angetrieben vom Schlagzeug von Elvin Jones.
Nick Drake - Pink Moon (1972) ****
Ich versuche hier immer, das Album von der Legende zu trennen - und dann bleiben bei mir nur noch 4 Sterne. Neben den herausragenden Songs gibt es halt auch einige mittelmäßigere. Und was daher auf Albumlänge den Impakt der Highlights für mich verwässert. Gut trotzdem, aber nicht herausragend.
Neil Young - Harvest (1972) ****
Nochmal Folk-Klassikeralarm. Ich mochte aber immer schon den rockigen Neil lieber. Gute Platte, nichtsdestotrotz.
John Coltrane - Evenings At The Village Gate - John Coltrane with Eric Dolphy (Impulse, re.l 2023, rec. 1961) *****
Die Europa-Liveaufnahmen haben den Appetit noch nicht gesättigt, im Gegenteil- Nun diese Liveaufnahmen mit Eric Dolphy aus 1961 als Archivveröffentlichung. Habe ich schon einige Zeit, hatte sie aber bisher noch nicht gehört. Aufgenommen im Juli 1961, also einige Monate bevor das Europa-Set einsetzt. Gleich zum Einstieg natürlich erstmal wieder "My Favorite Things" mit einem langen Flötenintro, welches auch die Grundmelodie erstmals einführt. In der Aufnahmebalance dominiert hier das Schlagzeug etwas über die Bläser und das Klavier ist irgendwo hinten im Mix, ein kleiner, aber (als bekennender McCoy Tyner-Fan) nicht unbedeutender Minuspunkt. Aber die Dynamik zwischen Dolphy und Coltrane führt zu nahezu eskatischen Duellen über die wunderbare Melodie. "When Lights Are Low" ist melodisch und rhythmisch nicht so mein Ding, aber als Vehikel hier ok. "Impressions" dagegen startet mit vollem Tempo und wahnsinnigen Akkordstafetten der Saxophonisten. Es folgt eine sehr schöne "Greensleeves"-Version, in der nun endlich auch mal das Klavier angemessenen Platz im Mix bekommt und Tyner diesen Freiraum toll füllt. Und zum Abschluß ein tolles "Africa", 20 minütiges Vehikel für tolles Zusammenspiel und hin zu einem abschließenden ekstatischen Moment.
John Coltrane - Live At Birdland (Impulse, rel. 1964, rec. 1963) *****
Klanglich perfekt aufgenommen dagegen die Liveaufnahmen aus dem 1964er Album, das im Oktober 1963 vor der nächsten Europareise aufgenommen wurde. Die hier enthaltenen drei Liveaufnahmen (ergänzt um zwei Studioaufnahmen)sind deutlich kürzer und konziser, mit weniger Raum für ausgedehnte Explorationen, beginnend mit einem tollen klaviergetriebenen "Afro-Blues", in das sich schließlich quasi mit einem Schrei das Saxophon hineinwirft. Was für ein fantastisches Stück Musik! Dagegen müssen die anderen beiden Livetracks naturgemäß etwas abfallen, sowohl das schöne balladeske "I Want To Talk About You" als auch "The Promise" sind aber auch tolle Aufnahmen! Von den beiden Studioaufnahmen beeindruckt insbesondere das den vier bei einem rassistischen Brandanschlag auf eine Kirche getöteten Mädchen gewidmete "Alabama".
John Coltrane - My Favorite Things: Coltrane At Newport (1963-1965) (Impulse, rel. 2007, rec. 1963 und 1965) *****
Und nochmal zwei weitere Liveversionen von "My Favorite Things"... Die 1963er Liveaufnahmen haben das Saxophon extrem nach vorn gemischt, etwas schade. Und die erste Version ist dann auch eine der schwächeren mir bekannten Variationen - hier schunkelt es mir im Rhythmus zu sehr. Dafür überzeugt hier die Version von "Impressions", ausgedehnt auf >20 Minuten, vollständig. Allein der Dialog zwischen Haynes und Tyler, unterlegt mit dem Bass von Garrisson, in der ersten Hälfte des Tracks ist wunderbar. Dann ein kurzes Basssolo, dann folgt die große Stunde des Tenor. Gänsehaut.
Der 1965er Teil eröffnet mit einer expressiven Version von "One Down, One Up" und endet mit weiteren hochklassig stürmischen 15 Minuten "My Favorite Things", diesmal angetrieben vom Schlagzeug von Elvin Jones.
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Re: Musikalisches Tagebuch
Ich weiß nicht mehr, ob du es schon mal erzählt hast, aber wann hast du denn die wunderbaren 10 cc kennen gelernt, die haben ja von allem etwas gemacht, die Single Rubber Bullets war 1973 mein erster Kontakt mit ihnen, ist immer noch meine Numero Uno von 10cc.Talking Head hat geschrieben: 01 Okt 2026, 16:21Tja, ich muss zugeben, dass ich damals wohl noch einen sehr engen musikalischen Horizont hatte. Wie auch bei Wolfgang kam bei mir in dieser Zeit fast ausschließlich Hard- und Glamrock und etwas später Progrock auf den PlattentellerOnkel Tom hat geschrieben: 29 Sep 2026, 16:21Da waren "wir" damals doch schon breiter aufgestellt. Da durften es neben Deep Purple und Black Sabbath gerne auch malWopperdaler hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:24
In meinem damaligen Freundeskreis wurde hauptsächlich Hard Rock und Glam Rock gehört, aber es war auch einer dabei, der lieber Soul und Funk hörte, den haben wir immer damit aufgezogen, was er denn für einen weichgespülten Käse hört, bis man dann irgendwann entdeckt hat, das diese Genres neben dem Schmusesound auch flottere Sachen zu bieten hatten, aber was sag ich, als 14-16 jähriger hatte man in der Regel noch nicht den Horizont, über die eigenen Vorlieben hinauszuschauen.
die New Seekers oder John Denver oder Elton John sein (um nur einige zu nennen). Einen "Gruppenzwang"gab es da nicht. Das hat sich dann auch bis heute auf mein Hörverhalten ausgewirkt. Die Chi-Lites oder die O'Jays waren damals fester Bestandteil meiner Hör-Sessions.
Erst 1979 änderte sich für mich komplett alles. Aber lieber spät als nie.
Think I'll sit down and invent some fool - some Grand Court Jester