Ach stimmt - aber ist ja echt nicht so wichtig in diesem Fall!

Bei mir liefen gestern die frühen Leader-Sessions von Trummy Young von der obigen CD - da sind ein paar schöne Sachen dabei, teils auch bei Mosaic zu finden, in den Sets von Don Byas, V-Disc Small Group Sessions und dem H.R.S. Set (über die letzten beiden hab ich hier ja geschrieben), aber eben auch noch mehr: eine feine Session für Session (haha, so heisst das Label halt) von 1944 mit feinen Beiträgen von Leo Williams (ts), dann eine Session für das Label Duke aus dem Jahr 1945, bei der Buck Clayton und Ike Quebec zu hören sind und Mike Bryan ein paar gute Soli an der elektrischen Gitarre beisteuert. Bei der grossen Band ("Trummy Young Orchestra with Four Jazz Award Winners") für G.I. vom April 1946 sind dann die meisten Leute unbekannt und eben diversen guten Beiträgen (Trompetensolisten kennt man nicht, Sax u.a. von Nick Caiazza und auch ein paar Aussetzer von der - meistens - Zirkusattraktion Herbie Fields, dazu auch Bill De Arango). Young selbst ist natürlich auch immer hörenswert. Jetzt läuft die CD von Georgie Auld, seine zweite von Classics - die erste kenne ich noch nicht ... hier kriegen wir Big Band-Sessions für Musicraft mit ganz guten Arrangements, die irgendwo zwischen Basie und Bop unterwegs sind (u.a. von Budd Johnson, Tadd Dameron, Al Cohn, Al Killian, Franz Jackson). Wer vom Leader abgesehen (Tenor-, Alt und auch mal Sopransax) die Soli spielt, ist mir leider nicht klar und in den wie immer knappen Liner Notes von Anatol Schenker steht leider auch nichts. Für die Trompeten kommen wohl am ehesten Al Aarons und Al Porcino in Frage (Danny Blue und Art House sind die anderen), Posaune hab ich keine Ahnung (Micky Datz, Rudy DeLuca, Al Esposito), in der Sax-Sction ist Serge Chaloff am Bariton dabei, sonst auch Al Cohn und weniter bekannte Leute (Murky Ruffo bzw. Lou Prisby und Gene Zanoni am Alt, Herman Rubinstein und Jack Schwartz werden am Tenor nach der ersten Session im Mai - nicht die erste der Band, einfach die erste auf dieser CD - von Al Cohn und Joe Megro abgelöst, letzteren löst im Januar 1946 dann Irv Roth ab). In der Rhythmusgruppe kriegen wir im Mai 1945 Joe Albany und Stan Levey, später Barry Galbraith und Art Mardigan und bei der letzten Session der CD vom April 1946 ist Roy Kral am Klavier zu hören ... und nach ein paar recht guten Vocals von Lynne Stevens (und dem Leader) ist am Schluss auch noch Sarah Vaughan au einem Stück dabei.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00