das klingt toll.gypsy tail wind hat geschrieben: 26 Aug 2026, 18:46 Und morgen tauche ich dann mal nach Willisau und Luzern ab: Ghosted, Harriet Tubman mit Georgia Anne Muldrow, Josephine Nagorsnik, Millà/Guy/Niggli, Jörg Widmann, Mark Andre, Liza Lim, Simone Keller, Jessie Cox, Missy Mazzoli, Rückert-Lieder und Nr. 4 von Mahler zum Abschluss.

enrico rava, katcharpari (1973)
länger nicht mehr gehört, aber ja, sehr nah am meisterwerk. sehr viel dreckiger als die späteren ecm-sachen (THE PILGRIM AND THE STARS bietet sich als direkter vergleich an) und natürlich totale kiffermusik, aber das ist ein perfektes beispiel für die weit offenen frühen 70er, wo ganz viel vorbilder verarbeitet werden und trotzdem was neues entsteht, das hier noch gar nicht weiß, dass es damit auch bald wieder vorbei sein wird. abercrombie ist gerade dabei, sich von den vorbildern zu lösen, rava klingt auch schon kaum mehr wie miles, und sie bauen hier kinderliedphrasen aneinander, driften unversehens in die kakophonie und dann übernehmen die elektronischen schaltanlagen. was hieran unmittelbar anschlussfähig ist, ist rob mazureks brasilianisches underground-projekt, wie rava hat er einen cherry-bezug und einen sinn für freundlichen wahnsinn (auch das hymnische mitsingen ist beiden gleich). und dass ist mehr als 30 jahre später.





