1. robert silverberg : der seher ***1/2
2. p . d. james: der beigeschmack des todes ***
3. charles stross: die kinder des saturn ***
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- jimmydean
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Re: Rate your books 2026

1. MARLEN HAUSHOFER: Die Wand (1963)
2. MARK TWAIN: (Die Abenteuer des) Tom Sawyer / The adventures of Tom Sawyer (1876)
3. GEORGE ORWELL: Farm der Tiere: Ein Märchen / Animal farm: A fairy story (1945)
4. IMRE KERTÉSZ: Roman eines Schicksallosen / Sorstalanság (1975)
5. YASUSHI INOUE: Das Jagdgewehr / Ryōjū (1949)
6. MIEKO KAWAKAMI: Heaven / Hevun (2009)
7. CHARLES BUKOWSKI: Der Mann mit der Ledertasche / Post office (1971)
8. HAN KANG: Die Vegetarierin / Chaesigju-euija (2007)
9. ANNIE ERNAUX: Erinnerung eines Mädchens / Mémoire de fille (2016)
10. Märchen aus 1001 Nacht / Alf Laylah wa-Laylah
11. WILHELM HAUFF: Der Zwerg Nase (1826)
12. WILHELM HAUFF: Das kalte Herz (1827)
13. JOSEPH ROTH: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht (1936)
14. MILAN KUNDERA: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins / Nesnesitelná lehkost bytí (1984)
15. WILHELM HAUFF: Die Geschichte von dem kleinen Muck (1825)
16. PATTI SMITH: Im Jahr des Affen / Year of the monkey (2019)
17. JEAN-PAUL SARTRE: Der Ekel / La nausée (1938)
Ich habe länger mit dem Ranking gerungen, aber es geht nicht anders.
„Die Abenteuer des Tom Sawyer“ (in meiner alten Edition aus dem Carl Hanser Verlag von 1964 einfach nur „Tom Sawyer“) ist so viel mehr als ein Jugendroman. Es ist wirklich ein Meisterwerk und das aus vielen Gründen.
Der wichtigste zuerst: Mark Twain widmet in der Geschichte einiges an Zeit der Charakterzeichnung. Tom, Huck und Becky (aber auch der erweiterte Kreis mit dem Indianer Joe, Tante Polly, Siddy, Joe und Muff Potter) sind nicht einfach bloß skizzenhafte Archetypen, es sind wunderbar gezeichnete, wahnsinnig liebenswerte Figuren, mit denen man sich freut und mit ihnen bei jedem noch so kleinen Abenteuer mitfiebert. Die jungen Gesellen wollen Piraten und Räuber werden, wollen Orgien feiern, Lösegeld ergaunern und Banden gründen (ohne freilich genau zu wissen, was das alles eigentlich bedeutet). Das Buch lebt von seinem Detailreichtum und seinen lebhaften, lockeren Dialogen, gerade die zwischen Vagabund Huck Finn und dem edelherzigen Rädelsführer Tom. Die Sprache ist komplett unprätentiös.
Der Roman verpackt aber auch eine Menge an Zeitgeschehen und Moral. Angerissen werden u.a. Themen wie Sklaventum, Armut, der Einfluss der Kirche und der Schule als Institutionen, Sittsamkeit und Tugendhaftigkeit und der Ausbruch aus starren gesellschaftlichen Zwängen. Zwischen den Zeilen wird vieles vermitteln, auch, wenn man nicht umhinkommt, immer wieder zeitgenössische, rassistische Begriffe zu lesen.
Als Huck sich an den schwarzen Bediensteten erinnert, lässt Twain durchschimmern, dass er gut zu den Jungens gewesen ist, als ein Unschuldiger gehängt werden soll, sind die jungen Rebellen die Einzigen, die treu an dessen Seite stehen. Räuberbeute wird gern genommen, Gier ist ihnen aber verhasst und das enge Korsett des Bürgerlichen widert sie an. Sie wollen weiter in der Nacht Schinken klauen und am Fluss fischen, verehren Robin Hood und erfreuen sich nur an dem, was sie erkämpft haben, nicht an dem, was ihnen in allem Überfluss einfach geboten wird. „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ ist vor allem ein Buch über Freiheit.
Ich bin froh, dass ich dieses Buch aus dem Bestand meiner Mutter gerettet habe, ich meine, es wäre sonst mal einem Umzug vor Jahren zum Opfer gefallen. Ich habe es meiner Erinnerung nach nie selbst gelesen, aber es wurde viel in meiner Kindheit davon geschwärmt. Auf Seite 1 hat sie auch direkt, mit zwei unterschiedlichen Farben, ihren Namen vermerkt - wie man es vermutlich tut, wenn man die wahren Schätze, bei zu vielen Geschwistern, wie einen Schatz unter der Erde, mit einem großen Kreuz markieren muss.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.
Zuletzt geändert von Irrlicht am 04 Sep 2026, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Rate your books 2026

1. MARLEN HAUSHOFER: Die Wand (1963)
2. MARK TWAIN: (Die Abenteuer des) Tom Sawyer / The adventures of Tom Sawyer (1876)
3. GEORGE ORWELL: Farm der Tiere: Ein Märchen / Animal farm: A fairy story (1945)
4. IMRE KERTÉSZ: Roman eines Schicksallosen / Sorstalanság (1975)
5. YASUSHI INOUE: Das Jagdgewehr / Ryōjū (1949)
6. MIEKO KAWAKAMI: Heaven / Hevun (2009)
7. CHARLES BUKOWSKI: Der Mann mit der Ledertasche / Post office (1971)
8. HAN KANG: Die Vegetarierin / Chaesigju-euija (2007)
9. ANNIE ERNAUX: Erinnerung eines Mädchens / Mémoire de fille (2016)
10. Märchen aus 1001 Nacht / Alf Laylah wa-Laylah
11. WILHELM HAUFF: Der Zwerg Nase (1826)
12. JANE AUSTEN: Lady Susan (1923)
13. WILHELM HAUFF: Das kalte Herz: Ein Märchen (1827)
14. JOSEPH ROTH: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht (1936)
15. MILAN KUNDERA: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins / Nesnesitelná lehkost bytí (1984)
16. WILHELM HAUFF: Die Geschichte von dem kleinen Muck (1825)
17. JANE AUSTEN: Die Watsons / The Watsons (1927)
18. JANE AUSTEN: Sanditon (1925)
19. PATTI SMITH: Im Jahr des Affen / Year of the monkey (2019)
20. JEAN-PAUL SARTRE: Der Ekel / La nausée (1938)
Manchmal habe ich den Tick, dass ich mir gerne – auch in der Musik –, die berühmten Klassiker erstmal aufhebe und mit Randwerken in ein Gesamtwerk einsteige.
Bei Jane Austen habe ich dafür ihre drei unvollendeten Romane „Die Watsons“, „Lady Susan“ und „Sanditon“ gewählt, alle mit jeweils rund 60-80 Seiten. Einordnung und Ranking ist natürlich vor dem Hintergrund mit Vorsicht zu genießen, ich werte einfach nur das, was Austen bis zu ihrem zu frühen Tod mit 41 Jahren zu Papier gebracht hat.
„Die Watsons“ erzählt aus der Position der jungen Emma Watson, die bei Tante und Onkel aufwächst und als junge Frau in ihr deutlich ärmeres Elternhaus zurückkehrt. Das Werk führt sehr schnell Unmengen an Figuren ein (u.a. die reichen Osbornes und die Großfamilie Watson selbst, vor allem ihre vielen Schwestern). Auch Austens Thema wird schnell freigelegt: Der Kontrast zwischen den Eitlen und Wohlhabenden auf der einen und den Armen auf der anderen Seite, die krankhaft und sehnsüchtig versuchen, über die Ehe ihrem prekären Schicksal zu entfliehen.
1805 stirbt Jane Austens Vater. Wie ich gelesen habe, könnte dies ein Grund für den Abbruch des Werks sein, da es deutliche Parallelen zu ihrer eigenen Biografie gab (der Vater, Mr. Watson, ist im Romanfragment ebenfalls schwer krank). Bis dahin liest sich das Werk wie ein klassischer Roman, der sich viel Zeit nimmt - und man kann davon ausgehen, dass es ein sehr langes Buch geworden wäre, bei dem zentrale Teile der kommenden Handlung auch schon feststanden, wie aus einem Briefwechsel mit Cassandra Austen hervorgeht.
„Lady Susan“ geht mit einer komplett anderen Struktur vor und baut anhand von Dutzenden Briefen unterschiedlicher Absender und Adressaten ein komplexes Geflecht an menschlichen Beziehungen auf (teils innerhalb einer Großfamilie, aber auch zu Liebschaften). Durch den schnellen Wechsel zwischen den schreibenden Personen, manche Briefe sind nur eine Seite lang, hat der Kurzroman eine ziemlich beeindruckende, packende Dynamik. Das Werk endet etwas abrupt, ist aber in sich abgeschlossen, auch, wenn es nicht offiziell veröffentlicht wurde. Es handelt sich um einen für das 18 Jahrhundert typischen Briefroman, dessen Hauptfigur vermutlich Vorbilder im privaten Umfeld von Austen hatte.
In „Lady Susan“ erzählt Austen die Geschichte einer hochmanipulativen Witwe, einer berechnenden Femme Fatale, die sich munter aus dem Korb einfältiger, naiver und reicher Männer bedient, die eigene Tochter zwangsverheiraten will und Familie nach Familie zerstört. Die verschiedenen Charaktere (diverse Liebschaften, eine Freundin, ihre Schwägerin, ihre Tochter und viele mehr) und deren Wahrnehmungen machen die Verflechtungen zunehmend plastischer. Nebenbei schwingt natürlich auch hier die Abhängigkeit von Heirat und damit sozialem Aufstieg mit. Alles in allem ein, trotz aller Kürze, starker Roman.
„Sanditon“ zuletzt entstand kurz vor Austens Tod im Jahr 1817 und behandelt verschiedene Familien und den aufsteigenden Kurort Sanditon an der Küste. In diesem Werk werden ebenfalls zentrale Themen Austens verhandelt (Reichtum und Armut, die Notwendigkeit junger Frauen, zu heiraten), der Roman, der nach Austen den Titel „The brothers“ trug, hat aber auch Wesenszüge von Kapitalismuskritik in sich, speziell wenn es darum geht, den ehemaligen Fischerort in ein reiches Badeparadies zu verwanden. Austens Kommentare durch ihre Heldin Charlotte Heywood sind oft durchaus bissig, etwa, wenn sie sich über die Anwandlungen der reichen Spekulanten amüsiert oder die Animositäten mancher Gäste. Man kann auch bei "Sanditon" davon ausgehen, dass es ein sehr langer Roman geworden wäre.
Zuletzt geändert von Irrlicht am 19 Aug 2026, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
- kathisi
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Re: Rate your books 2026
Du solltest dann aber auch unbedingt "James" von Percival Everett lesen. Der hat die Geschichte aus der Sicht des entflohenen Sklaven "Jim" neu erzählt. Toll geschrieben und sehr nachdenklich machend.Irrlicht hat geschrieben: 06 Aug 2026, 21:46
1. MARLEN HAUSHOFER: Die Wand (1963)
2. MARK TWAIN: (Die Abenteuer des) Tom Sawyer / The adventures of Tom Sawyer (1876)
3. GEORGE ORWELL: Farm der Tiere: Ein Märchen / Animal farm: A fairy story (1945)
4. IMRE KERTÉSZ: Roman eines Schicksallosen / Sorstalanság (1975)
5. YASUSHI INOUE: Das Jagdgewehr / Ryōjū (1949)
6. MIEKO KAWAKAMI: Heaven / Hevun (2009)
7. CHARLES BUKOWSKI: Der Mann mit der Ledertasche / Post office (1971)
8. HAN KANG: Die Vegetarierin / Chaesigju-euija (2007)
9. ANNIE ERNAUX: Erinnerung eines Mädchens / Mémoire de fille (2016)
10. Märchen aus 1001 Nacht / Alf Laylah wa-Laylah
11. WILHELM HAUFF: Der Zwerg Nase (1826)
12. WILHELM HAUFF: Das kalte Herz (1827)
13. JOSEPH ROTH: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht (1936)
14. MILAN KUNDERA: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins / Nesnesitelná lehkost bytí (1984)
15. WILHELM HAUFF: Die Geschichte von dem kleinen Muck (1825)
16. PATTI SMITH: Im Jahr des Affen / Year of the monkey (2019)
17. JEAN-PAUL SARTRE: Der Ekel / La nausée (1938)
Ich habe länger mit dem Ranking gerungen, aber es geht nicht anders.
„Die Abenteuer des Tom Sawyer“ (in meiner alten Edition aus dem Carl Hanser Verlag von 1964 einfach nur „Tom Sawyer“) ist so viel mehr als ein Jugendroman. Es ist wirklich ein Meisterwerk und das aus vielen Gründen.
Der wichtigste zuerst: Mark Twain widmet in der Geschichte einiges an Zeit der Charakterzeichnung. Tom, Huck und Becky (aber auch der erweiterte Kreis mit dem Indianer Joe, Tante Polly, Siddy, Joe und Muff Potter) sind nicht einfach bloß skizzenhafte Archetypen, es sind wunderbar gezeichnete, wahnsinnig liebenswerte Figuren, mit denen man sich freut und mit ihnen bei jedem noch so kleinen Abenteuer mitfiebert. Die jungen Gesellen wollen Piraten und Räuber werden, wollen Orgien feiern, Lösegeld ergaunern und Banden gründen (ohne freilich genau zu wissen, was das alles eigentlich bedeutet). Das Buch lebt von seinem Detailreichtum und seinen lebhaften, lockeren Dialogen, gerade die zwischen Vagabund Huck Finn und dem edelherzigen Rädelsführer Tom. Die Sprache ist komplett unprätentiös.
Der Roman verpackt aber auch eine Menge an Zeitgeschehen und Moral. Angerissen werden u.a. Themen wie Sklaventum, Armut, der Einfluss der Kirche und der Schule als Institutionen, Sittsamkeit und Tugendhaftigkeit und der Ausbruch aus starren gesellschaftlichen Zwängen. Zwischen den Zeilen wird vieles vermitteln, auch, wenn man nicht umhinkommt, immer wieder zeitgenössische, rassistische Begriffe zu lesen.
Als Huck sich an den schwarzen Bediensteten erinnert, lässt Twain durchschimmern, dass er gut zu den Jungens gewesen ist, als ein Unschuldiger gehängt werden soll, sind die jungen Rebellen die Einzigen, die treu an dessen Seite stehen. Räuberbeute wird gern genommen, Gier ist ihnen aber verhasst und das enge Korsett des Bürgerlichen widert sie an. Sie wollen weiter in der Nacht Schinken klauen und am Fluss fischen, verehren Robin Hood und erfreuen sich nur an dem, was sie erkämpft haben, nicht das, was ihnen in allem Überfluss einfach geboten wird. „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ ist vor allem ein Buch über Freiheit.
Ich bin froh, dass ich dieses Buch aus dem Bestand meiner Mutter gerettet habe, ich meine, es wäre sonst mal einem Umzug vor Jahren zum Opfer gefallen. Ich habe es meiner Erinnerung nach nie selbst gelesen, aber es wurde viel in meiner Kindheit davon geschwärmt. Auf Seite 1 hat sie auch direkt, mit zwei unterschiedlichen Farben, ihren Namen vermerkt - wie man es vermutlich tut, wenn man die wahren Schätze, bei zu vielen Geschwistern, wie einen Schatz unter der Erde, mit einem großen Kreuz markieren muss.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.
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Das klingt sehr spannend, direkt notiert. Aktuell stehen hier noch zwei Dutzend Bücher ungelesen rum, dazu ist die Wishlist sehr lang, aber irgendwann landet es sicher mal im Einkaufskorb. Danke!kathisi hat geschrieben: 19 Aug 2026, 10:26Du solltest dann aber auch unbedingt "James" von Percival Everett lesen. Der hat die Geschichte aus der Sicht des entflohenen Sklaven "Jim" neu erzählt. Toll geschrieben und sehr nachdenklich machend.
Schön, dass hier manche mitlesen!
- kathisi
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Re: Rate your books 2026
Immer sehr aufmerksam, ich schreibe aber nur dann etwas dazu, wenn ich das Buch auch kenne und einen Kommentar zum Geschriebenen habeIrrlicht hat geschrieben: 19 Aug 2026, 14:50Das klingt sehr spannend, direkt notiert. Aktuell stehen hier noch zwei Dutzend Bücher ungelesen rum, dazu ist die Wishlist sehr lang, aber irgendwann landet es sicher mal im Einkaufskorb. Danke!kathisi hat geschrieben: 19 Aug 2026, 10:26Du solltest dann aber auch unbedingt "James" von Percival Everett lesen. Der hat die Geschichte aus der Sicht des entflohenen Sklaven "Jim" neu erzählt. Toll geschrieben und sehr nachdenklich machend.
Schön, dass hier manche mitlesen!
Das coole ist, das James/Jim sowie die anderen Sklaven ein besseres Englisch sprechen als Tom und Huck, sich allerdings verstellen müssen, um für dumm gehalten zu werden, damit sie nicht ihr Leben riskieren.
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- latho
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Re: Rate your books 2026
Deswegen habe ich Everetts Buch nicht gelesen.kathisi hat geschrieben: 19 Aug 2026, 15:08Immer sehr aufmerksam, ich schreibe aber nur dann etwas dazu, wenn ich das Buch auch kenne und einen Kommentar zum Geschriebenen habeIrrlicht hat geschrieben: 19 Aug 2026, 14:50Das klingt sehr spannend, direkt notiert. Aktuell stehen hier noch zwei Dutzend Bücher ungelesen rum, dazu ist die Wishlist sehr lang, aber irgendwann landet es sicher mal im Einkaufskorb. Danke!kathisi hat geschrieben: 19 Aug 2026, 10:26Du solltest dann aber auch unbedingt "James" von Percival Everett lesen. Der hat die Geschichte aus der Sicht des entflohenen Sklaven "Jim" neu erzählt. Toll geschrieben und sehr nachdenklich machend.
Schön, dass hier manche mitlesen!
Das coole ist, das James/Jim sowie die anderen Sklaven ein besseres Englisch sprechen als Tom und Huck, sich allerdings verstellen müssen, um für dumm gehalten zu werden, damit sie nicht ihr Leben riskieren.
@Irrlicht Huckleberry Finn ist etwas mehr als ein "zweiter Teil" von Tom Sawyer. Ein Buch über Menschlichkeit (in guter wie in schlechter Form), über Amerika und natürlich über Freundschaft. War lange Zeit mein Lieblingsbuch.
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Re: Rate your books 2026
Würde ich auch so machen. Bei Musik kann man sich schnell einen Eindruck verschaffen, bei Büchern "mal kurz reinlesen" ist so mäßig hilfreich.kathisi hat geschrieben: 19 Aug 2026, 15:08Immer sehr aufmerksam, ich schreibe aber nur dann etwas dazu, wenn ich das Buch auch kenne und einen Kommentar zum Geschriebenen habe
Ist das Buch denn in dem Sinn als eine Art Epilog angelegt oder verhandelt es abseits von ein paar Querverweisen ganz anderen Bereiche?kathisi hat geschrieben: 19 Aug 2026, 15:08Das coole ist, das James/Jim sowie die anderen Sklaven ein besseres Englisch sprechen als Tom und Huck, sich allerdings verstellen müssen, um für dumm gehalten zu werden, damit sie nicht ihr Leben riskieren.
Re: Rate your books 2026
Ich hatte schon vernommen, dass Twain hier deutlich moralischer ist und auch die Rolle der Sklaven stärker thematisiert, ich bin sehr gespannt, wie das im Kontext eines Jugendbuches funktioniert (ohne von jungen Lesern zu viel Vorwissen abzuverlangen). Der letzte Satz ist aber ein Statement, das schafft natürlich noch mehr Vorfreude.latho hat geschrieben: 19 Aug 2026, 18:03Deswegen habe ich Everetts Buch nicht gelesen.
@Irrlicht Huckleberry Finn ist etwas mehr als ein "zweiter Teil" von Tom Sawyer. Ein Buch über Menschlichkeit (in guter wie in schlechter Form), über Amerika und natürlich über Freundschaft. War lange Zeit mein Lieblingsbuch.
- latho
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Re: Rate your books 2026
Ich bin mir gar nicht mal sicher, ob Huck Finn wirklich ein Jugendbuch ist. Vom Personal und vom Plot her wahrscheinlich, vom Thema her nicht.
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