Ich höre gerade ... Jazz

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BYRDIE
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von BYRDIE »

mich führt der jazzige Weg nach Japan:

Live At Pit Inn Shinjuku..

Dort spielten Kohsuke Mine, Masahiko Sato, Nobuyoshi Ino, Masahiko Togashi

MASAHIKO TOGASHI & J.J. SPIRITS - So What (1994)


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Friedrich
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von Friedrich »

lotterlotta hat geschrieben: 31 Jul 2026, 20:07 Bild

...natürlich nichts, was man nicht schon in irgendeiner form hat, trotzdem ein must have, makellose pressung, perfekter sound, so sollten vinylalben immer sein....🖤🖤🖤🖤💔
Also, ich habe das nicht. ;-)

Ist eigentlich bekannt, dass Ella Fitzgerald auch mal 2 Jahre in Swingin' København gelebt hat? Ein dansk boy war dabei wohl auch mit im Spiel.

Hier läuft am (gefühlten) Sonntagvormittag ein vermutlich lyrischeres Album von Ella Fitzgerald, nur begleitet von Paul Smith am Piano.

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Ella Fitzgerald - The Intimate Ella
(ursprünglich 1960 veröffentlicht als "Ella Fitzgerald Sings Songs From Let No Man Write My Epitaph")
Zuletzt geändert von Friedrich am 16 Aug 2026, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
„Wenn der Rhythmus uns begeistert, so erwacht das magische Bewusstsein.“ (Peter Michael Hamel)
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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »



Hilton Ruiz – Strut
Kenwood Dennard – Just Advance

Zwei elektrifizierte Discogs-Beifänge aus der Zeit, als Klang-Ideale irgendwo zwischen Billy Cobhams slicken Bands und dem Pop-Jazz des Comeback-Miles den Ton angegeben haben. Bei Ruiz ist Sam Rivers (ts/ss) dabei, die Band ist aber auch sonst recht prominent besetzt: Lew Soloff (t), Dick Griffin (tb), Rodney Jones (g), Francisco Centeno (elb), Robby Ameen (d, timb, perc), Mongo Santamaria (cga) und Steve Berrios (timb, perc, d) (Berrios spielt auf drei Tracks Drums, auf zweien davon wechselt Ameen an Timbales/Percussion, und Jones spielt auf einem Stück E-Bass, ob statt oder mit Centeno spezifiziert das Faltblatt der CD nicht). Neben den wuchtig rollenden Bass-Läufen gibt es hier auch zickige Bläser-Sätze, die mehr an die Decoding Society und Defunkt erinnern als an Ornette Coleman. Wenn mitten aus dem rhythmischen Gebräu mit dem vielen Getrommel plötzlich ein Piano auftaucht (Ruiz spielt wirklich nur Klavier), wirkt das fast etwas antiquiert - und doch schreibt sich das auch auf andere Weise in die Tradition ein, etwa mit dem Opener "The Sidewinder" oder dem Piano-Solo "Lush Life" am Ende (fehlt auf der LP), der Gitarre, die unvermittelt vom rockigen Funk-Sound zu bluesigen und recht klassischen Jazz-Sounds wechselt, der Trompete, die plötzlich à la Ellington growlt - und neben Jazz schreibt es natürlich auch die Nuyorican-Tradition fort. vom ersten Eindruck her auf jeden Fall ziemlich gut - und Rivers hat die erhofften starken Momente.

Die CD von Drummer Kenwood Dennard kam 1992 heraus, ein Aufnahmedatum gibt's keins, aber natürlich stammt auch diese Session aus New York City, produziert von Dennard selbst, der hier ein Trio - Hiram Bullock (g) und Marcus Miller (elb) - mit Synthesizer-Verstärkung - Charles Blenzig am Roland D-50 und Delmar Brown am Roland JD-800 - leitet. Das ganze erweck ein wenig den Eindruck einer Jam-Session über ein paar einfache Skizzen (die heissen zum grösseren Teil "Just Do It", "Just Phrases", "Just Blues" usw., auch "Just Duo" nur mit Miller ist dabei) und Beats, dazu kommen "Teen Town und als Closer "Purple Rain" - und klar: hier ist Marcus Miller mehr als die halbe Miete - und den Rest gibt es eigentlich gar nicht, aber das macht auch nichts. Das Highlight ist der Closer, in dem die Synthesizer einigermassen richtige "Parts" zu spielen haben und Bullock auch noch einen Rhythm-Track unter seine Lead-Gitarre legte - ein ausgereiftes Arrangement also.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #175 – 08.09.2026, 22:00
soulpope
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Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von soulpope »

gypsy tail wind hat geschrieben: 16 Aug 2026, 14:05

Hilton Ruiz – Strut

Bei Ruiz ist Sam Rivers (ts/ss) dabei, die Band ist aber auch sonst recht prominent besetzt: Lew Soloff (t), Dick Griffin (tb), Rodney Jones (g), Francisco Centeno (elb), Robby Ameen (d, timb, perc), Mongo Santamaria (cga) und Steve Berrios (timb, perc, d) (Berrios spielt auf drei Tracks Drums, auf zweien davon wechselt Ameen an Timbales/Percussion, und Jones spielt auf einem Stück E-Bass, ob statt oder mit Centeno spezifiziert das Faltblatt der CD nicht). Neben den wuchtig rollenden Bass-Läufen gibt es hier auch zickige Bläser-Sätze, die mehr an die Decoding Society und Defunkt erinnern als an Ornette Coleman. Wenn mitten aus dem rhythmischen Gebräu mit dem vielen Getrommel plötzlich ein Piano auftaucht (Ruiz spielt wirklich nur Klavier), wirkt das fast etwas antiquiert - und doch schreibt sich das auch auf andere Weise in die Tradition ein, etwa mit dem Opener "The Sidewinder" oder dem Piano-Solo "Lush Life" am Ende (fehlt auf der LP), der Gitarre, die unvermittelt vom rockigen Funk-Sound zu bluesigen und recht klassischen Jazz-Sounds wechselt, der Trompete, die plötzlich à la Ellington growlt - und neben Jazz schreibt es natürlich auch die Nuyorican-Tradition fort. vom ersten Eindruck her auf jeden Fall ziemlich gut - und Rivers hat die erhofften starken Momente.
Hilton Ruiz hatte einen langlaufenden Vertrag mit Novus und unter der Produktion von Ed Michel entstanden mehrere qualitative Alben mit genügend Latin Einfluss um den Pianisten nicht zu sehr in Richtung McCoy Tyner Epigon abgleiten zu lassen ....
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atom
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von atom »



JOHN ABERCROMBIE - Animato (ECM, 1990)

Bevor ich anfange, Abercrombie chronologisch zu hören, möchte ich meine letzten Lückenschlüsse nachhören. Animato wurde im Rainbow Studio aufgenommen und lebt in erster Linie von der Interaktion von Abercrombie oder Vince Mendoza mit Jon Christensen. Mir sind manche Synthesizer-Experimente von Mendoza etwas zu viel, dennoch hat das Album viel mehr zu bieten, als man denkt.
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vorgarten
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von vorgarten »

vorgarten hat geschrieben: 16 Aug 2026, 12:52 Bild

david murray, flowers around cleveland (1995)

nachdem sich mein besitzerstolz etwas gelegt hat, bin ich nicht mehr ganz so überzeugt von diesem murray-quartett, vor allem in direktem abgleich mit anderen. mit den aufnahmen mit hicks/hopkins/muhammad aus der zeit gibt es material-überschneidungen. irgendetwas stockt hier, ich weiß aber noch nicht so genau, ob ich z.b john betsch einfach zu behäbig finde oder murray zu forciert. es braucht noch ein paar durchgänge.
ne, das ist schon ein super album. bobby few kann weniger eigene akzente setzen, das fällt halt nach burrell und hicks (und auch nach sonelius smith) auf. der rest ist geschmackssache, avenel macht mir immer tendenziell zu viel, betsch ist mir zu vorhersehbar, aber man kann niemandem hier den spaß absprechen, und das programm ist ohne schwachpunkt. und gerade im titelstück am ende (eine hommage an charles tyler) kommt wirklich alles wunderbar zusammen.

sorry für das selbstgespräch, aber ich musste das klären ;-)
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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »

vorgarten hat geschrieben: 16 Aug 2026, 17:05
vorgarten hat geschrieben: 16 Aug 2026, 12:52 Bild

david murray, flowers around cleveland (1995)

nachdem sich mein besitzerstolz etwas gelegt hat, bin ich nicht mehr ganz so überzeugt von diesem murray-quartett, vor allem in direktem abgleich mit anderen. mit den aufnahmen mit hicks/hopkins/muhammad aus der zeit gibt es material-überschneidungen. irgendetwas stockt hier, ich weiß aber noch nicht so genau, ob ich z.b john betsch einfach zu behäbig finde oder murray zu forciert. es braucht noch ein paar durchgänge.
ne, das ist schon ein super album. bobby few kann weniger eigene akzente setzen, das fällt halt nach burrell und hicks (und auch nach sonelius smith) auf. der rest ist geschmackssache, avenel macht mir immer tendenziell zu viel, betsch ist mir zu vorhersehbar, aber man kann niemandem hier den spaß absprechen, und das programm ist ohne schwachpunkt. und gerade im titelstück am ende (eine hommage an charles tyler) kommt wirklich alles wunderbar zusammen.

sorry für das selbstgespräch, aber ich musste das klären ;-)
Danke für die Klärung - ich suche ja immer noch danach und hab schon ein paar Mal fast die nötigen 50-60€ ausgelegt (viele dt. - und auch einige frz., österr., ital., niederländ. usw. - Anbieter verlangen 15€ für den Versand einer einzelnen CD in die Schweiz). Irgendwann mach ich das.
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atom
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von atom »



SOFT MACHINE - Floating World Live (Moonjune, 2006)
Ein Live-Konzert der Bundles-Besetzung, also noch mit Allan Holdsworth. Für die erweiterte Deluxe-Ausgabe von Bundles hat man sich dagegen für ein späteres Konzert mit John Etheridge entschieden. Spannend, Holdsworth hier nicht nur an der Gitarre zu hören, sondern auch an der Geige.
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vorgarten
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von vorgarten »



ich weiß ja nicht, wie weit @atom zurückgehen will in der abercrombie-chronologie, aber das hier scheint das aufnahmedebüt zu sein. ein 22-jähriger gitarrist macht ein bisschen schrummschrumm beim hammond-vertragskünstler dick delaney, der zeigt, dass man die heißen hits des jahres auch auf so einem alten, aber bezahlbaren kasten im wohnzimmer spielen kann.
Zuletzt geändert von vorgarten am 17 Aug 2026, 09:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von atom »

Gute Frage, eigentlich wollte ich meinen Fokus auf die Leader- und Co-Leader-Alben für ECM und SteepleChase legen. Vielleicht noch ein paar Sideman-Sachen mitnehmen, die mir vorliegen.
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