kathisi hat geschrieben: 03 Jun 2026, 21:50
Mittwoch:
The Coral - 388 (2026) vorläufig ***
Nach weiteren Hördurchgängen stabilisiert es sich im mittelmäßigen Bereich. Schade, hätte mir mehr erhofft. To be continued.
The Mountain Goats - Through This Fire Across From Peter Balkan (2025) ***
Revisited, nachdem es 2025 nicht so richtig zünden wollte. Mein Problem fängt schon mit der instrumentalen "Overture" an, die so gar nicht meins ist. Sie drängt die Platte für mich in eine Schublade, aus der sie sich kaum befreien kann. Ich mag einfach den Sound und die Produktion nicht, die hier das Songwriting dominiert. Und da setzt "Overture" das Statement - es soll so over-the-top produziert klingen - das ist Absicht! Sorry @firecracker !
Hoffentlich wird es auf dem neuen Album anders.
P.S. - die Internet-Livevideos von "Cold at Night" klingen für mich viel viel besser - an den Songs liegt es also nicht.
Ich muss ja nicht erwähnen, dass ich mir wünschen würde, dass sie genau so weitermachen (in dem Fall hat @firecrackers immerwährende Erwähnung des Albums wirklich was gebracht. Danke) . Rechne aber auch nicht damit. Hatte mir aber auch noch
mal vorgenommen in deine Favoriten der Band reinzuhören.
Bei The Coral bin ich bei dir, wobei es bei mir eher noch nen halben bis nen Stern weniger gäbe. Schunkelige Kaffeehaus-Musik, die mit ihrem Bontempiorgel-Rhythmus die Füße einschlafen lässt.
Selbst ein bisschen RaR heute im Live Stream:
Bush (da bin ich bisschen neidisch auf meinen Sohn, die Hits hätte ich mir gerne mal wieder gegeben)
The Hives
Architects
So lange wir uns haben, haben die Andren nicht gewonnen…
The Wave Pictures - Gained/Lost (2026) ****
Auch nochmal ein Hördurchgang dieser Neuerscheinung. Schöner Gitarrenrock und gutes Songwriting. Tatsächlich ein Rückkehr zu alter Stärke - kommt für mich erstmals wieder an "City Forgiveness" heran.
The Wave Pictures - When The Purple Emperor Spreads His Wings (2022) ***
Das 2022er Album mochte ich zunächst gar nicht - Zeit für ein Wiederhören ist deshalb lange überfällig. Etwas besser als ich es in Erinnerung hatte. Aber das Songwriting auf der neuen Platte sagt mir insgesamt mehr zu. Hier hätte er ein paar Songs rauslassen sollen, wäre der ziemlich langen Platte insgesamt besser bekommen.
Kurt Vile - (watch my moves) (2022) ***
Auch eine Platte, die mich 2022 enttäuscht hat, die ich aber seitdem auch nie wieder gehört haben. Angeregt von dem Chat mit @hurley habe ich sie dann doch mal wieder herausgeholt. Da war ich 2022 wohl doch etwas sehr negativ. Besser als ** 1/2 ist sie auf jeden Fall.
Im Hintergrund während der Arbeit an der Steuererklärung:
Bob Dylan's Theme Time Radio Hour #69 - Doctor (2008)
Bob Dylan's Theme Time Radio Hour #74 - Heat (2008)
Taj Mahal - Mo' Roots (1974) ** 1/2
Teil der 3er-Box mit den beiden 68er-Alben. Mir war klar, dass diese die schwächste Aufnahme im Set sein sollte. Ist aber tatsächlich sehr gewöhnungsbedürftig. Kein Blues, kein R&B, dafür schwappt meist soulig arrangierter Reggae-Aufguss aus den Boxen. Halt seinen karibischen Wurzeln gewidmet.... Brauche ich in dieser Form nicht! (bis vielleicht auf "(Clara)St. Kitt Woman", eine Hymne auf seine Großmutter).
Nach eintägiger Pause nun weiter mit Miles - nachdem der Altbestand "abgearbeitet" ist, geht es an die Neuerwerbungen im Rahmen der Umfrage - beginnend mit den mir bisher fehlenden Liveaufnahmen aus 1964:
Miles Davis - Miles In Tokyo (Columbia, rel. 1969, rec. 1964) *****
Hier auf der Japantournee mit Sam Rivers am Saxophon statt George Coleman, wie bei den anderen 64er Konzerten. Wunderbare Versionen von "My Funny Valentine" und einem rasenden "So What". Und auch "Walkin'" ist eher Vollsprint! Unglaubliches Zusammenspiel bei höchstem Tempo. Tony treibt sie scheinbar vor sich her. Virtuoses Gruppenspiel und Miles mit tollem Ton.
(Habe "My Funny Valentine" im Nachgang nochmal direkt mit der Version des gleichnamigen Albums gegengehört, beide so verschieden und beide so wunderschön!)
Miles Davis - Four & More (Columbia, rel. 1966, rec. 1964) *****
Das Gegenstück zu "My Funny Valentine", gleiches Date, dort die eher balladesken Stücke, hier wird Tempo gemacht. Danke @atom für das Schließen der Lücke. Der Beginn mit "So What" ist perfekt - hohes Tempo, wunderbare Soli - und die Aufnahmequalität gibt den Mix extrem ausgewogen wieder. Wunderbare Platte.
Miles Davis - Miles In Berlin (Columbia, rel. 1965, rec. 1964) *****
Und auch diese Konzertaufnahme unterstreicht die Extraklasse des Quintetts in diesem Jahr.
Aus 1964 ein Sprung in seine letzten Lebensjahre:
Miles Davis - Live Around The World (Warner, rel, 1996, rec. 1988-1991) ****
Posthume Veröffentlichungen von späten Liveaufnahmen, u.a. ein Stück aus dem letzten Konzert von Miles in der Hollywood Bowl in L.A. Nach drei Stunden Livemusik aus 1964 fällt das jetzt natürlich sehr stark ab - die elektrische Spätphase Ende der 80er kann sich musikalisch halt kaum mit den 60ern messen. Ganz anderer Ansatz zur Musik. Er setzt nicht mehr den Trend, er beugt sich dem Trend, versucht ihn aber mitzugestalten. Ist ihm dies 1975 mit "Agharta" aus meiner Sicht noch spektakulär gelungen, fehlt ihm hier dazu inzwischen vielleicht auch die gestalterische Kraft. Wobei das Ganze jetzt nicht schlecht ist, teilweise funky, dynamisch, aber irgendwie auch kühl und ein wenig leer. "Human Nature" und "Time After Time" gefallen hier aber besser als in den Studioversionen - aber das ist halt purer Pop!
Zuletzt geändert von kathisi am 06 Jun 2026, 08:20, insgesamt 1-mal geändert.
Mozza hat geschrieben: 04 Jun 2026, 11:45
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The Greenberry Woods- It's All Good Sugar...
Sehr starkes Power-Pop Album im Stile der "Girlfriend"-Phase von Matthew Sweet, Big Star, The Posies oder den Jayhawks. Can't be bad.
Zoh Amba- Full Eyes
Vom Free-Jazz zum rauhen Indie-Rock. Und einen großen Mut zur musikalischen und textlichen Präsenz und Intensität, die so nur ganz selten geschieht. Volle * * * * 1/2 auf der allmusic Seite, großer Bericht im Rolling Stone. Ok der Mini-Hype um ihre Person ist da. Aber was für ein tolles Album, auch wenn das allein durch die ihre stimmliche Unangepasstheit sicherlich nicht für jede Ohren bestimmt ist.
Tara Clerkin Trio- Somewhere Good
Auch gestern frisch eingetroffen und nach dem ersten Spin ist klar: das ist groß! Irgendwo zwischen Psych-Jazz, Folk den Young Marble Giants und Trip-Hop anzusiedeln. Eine hypnotisch-experimentell Klangwelt mit stark britischen Vibes.
The Lemon Twigs - Look for your mind! (3x)
Paul McCartney - The boys of Dungeon Lane (2x)
The Loft - Badges (2x)
Crown Lands - Apocalypse
DAD - Everything glows
Pearl Jam - Binaural
Queens of the Stone Age - R
The Dwight Twilley Band - Twilley don't mind
Jackie Leven - Fairytales for hardmen
John Mayall - The turning point
There's room at the top they are telling you still, but first you must learn how to smile as you kill.
kathisi hat geschrieben: 06 Jun 2026, 07:52
Da überlege ich auch, nach den Höreindrücken aus StoneFM - wie ist das auf Plattenlänge?
Diese Höreindrücke bestätigen sich im Grunde genommen. Das ist Retro im besseren Sinne des Wortes. Von vorne bis hinten. Die Liebe der beiden Brüder zum großen Pop der Sechziger (Beatles, Beach Boys, Zombies) scheint überall durch. Da wird nichts neu erfunden, aber in anregender Form der alten Liebe gehuldigt.
There's room at the top they are telling you still, but first you must learn how to smile as you kill.
Das höre ich jetzt zu jeder Platte der Lemon Twigs und auch dieses Mal bleibt wieder nichts hängen. Ich verstehe es nicht, bei den Referenzen sollte es mich eigentlich voll catchen.
So lange wir uns haben, haben die Andren nicht gewonnen…