Ich hatte mich ja schon als Fan von Martial Arts, MA- und Wuxia-Movies geoutet.
Vorab: ich möchte hier nichts und niemanden in irgendwelcher Art missionieren. Sollte es hier allerdings gewisse Echoes geben, wäre ich andererseits dafür dankbar, wenn man sich nicht allzu abfällig äußern könnte. Ich weiß natürlich selbst, daß eine Vielzahl der Filme in diesen Genres nicht gerade vor schauspielerischen Glanzleistungen strotzen. Aber um die geht es halt auch nicht in allererster Linie.
Bevor ich hier poste, würde ich gerne erfahren, ob sowas hier überhaupt von Interesse sein könnte, denn ich habe verständlicherweise keinen großen Spass daran, mich nur mit mir selbst zu unterhalten.
Sollte es kein Interesse geben, kann ein Moderator gerne und problemlos das Thema hier löschen und gut isses.
Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
- Ford_Prefect
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Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
In den frühen 90er Jahren habe ich ganz gerne mit meinen beiden Brüdern die Filme mit Jean-Claude van Damme geschaut. Als Fan des Genres würde ich mich aber nicht betrachten. Meine Top5 von ihm: Universal Soldier, Harte Ziele, Time Cop, Leon und JCVD. Letzterer ist ein eher untypischer van Damme-Film, ein gelobtes Alterswerk, in dem er sich selbst als Geisel während eines Banküberfalls spielt. Von Universal Soldier habe ich das dazugehörige Bastei Lübbe-Filmbuch gelesen.
Wayne's World, Wayne's World, party time, excellent!
- motörwolf
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Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
@Roberto
Ich bin kein Fan von MA- und Wuxia-Movies, dazu kenne ich viel zu wenige. Tiger & Dragon (Ang Lee, 2000) hab ich mal gesehen und aufgrund von mangelndem Wissen nicht besonders gewürdigt. Die fantastischen Elemente des Wuxia haben mich einfach zu stark befremdet. Eine Zweitsichtung mit etwas Lektüre vorher (nichts gewichtiges, ein paar Wiki-Artikel und so) hat mir den Film näher gebracht, aber ich bin danach nicht dazu gekommen, mir mehr Filme des Genres anzusehen. An MA-Filmen aus Fernost fällt mir gerade auch nur Sie nannten ihn Knochenbrecher (Drunken Master, Yuen Woo-Ping, 1978) ein, den ich gesehen habe. Es müssten ein paar mehr sein, aber Titel erinnere ich nicht. Auf jeden Fall waren es nur Filme, die etwa Anfang der Neunziger hierzulande mal im TV liefen.
Ich habe den Thread zunächst als solchen über Filme aus China, Taiwan, Japan usw gesehen, doch dann kamen die Erwähnungen der Van Damme-Filme. Sind die mit sonstiges Gesteche und Gehaue gemeint? Ich hätte die nämlich einfach unter Action geführt, da für mich ein Handkantenschlag nicht gleich einen MA-Film aus dem betreffenden Streifen macht. Wie definierst du die Genres, um die es hier gehen soll
Interesse ist auf jeden Fall vorhanden. Ich würde zumindest mitlesen und ggf meine Watchlist etwas erweitern, wenn mir etwas interessantes begegnet.
Ich bin kein Fan von MA- und Wuxia-Movies, dazu kenne ich viel zu wenige. Tiger & Dragon (Ang Lee, 2000) hab ich mal gesehen und aufgrund von mangelndem Wissen nicht besonders gewürdigt. Die fantastischen Elemente des Wuxia haben mich einfach zu stark befremdet. Eine Zweitsichtung mit etwas Lektüre vorher (nichts gewichtiges, ein paar Wiki-Artikel und so) hat mir den Film näher gebracht, aber ich bin danach nicht dazu gekommen, mir mehr Filme des Genres anzusehen. An MA-Filmen aus Fernost fällt mir gerade auch nur Sie nannten ihn Knochenbrecher (Drunken Master, Yuen Woo-Ping, 1978) ein, den ich gesehen habe. Es müssten ein paar mehr sein, aber Titel erinnere ich nicht. Auf jeden Fall waren es nur Filme, die etwa Anfang der Neunziger hierzulande mal im TV liefen.
Ich habe den Thread zunächst als solchen über Filme aus China, Taiwan, Japan usw gesehen, doch dann kamen die Erwähnungen der Van Damme-Filme. Sind die mit sonstiges Gesteche und Gehaue gemeint? Ich hätte die nämlich einfach unter Action geführt, da für mich ein Handkantenschlag nicht gleich einen MA-Film aus dem betreffenden Streifen macht. Wie definierst du die Genres, um die es hier gehen soll
Interesse ist auf jeden Fall vorhanden. Ich würde zumindest mitlesen und ggf meine Watchlist etwas erweitern, wenn mir etwas interessantes begegnet.
- latho
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Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Anfangen sollte man mit Shaw Brothers-Filmen.
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Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Gerade "Tiger and Dragon" hat mir als völligem Genre-Ignoranten sehr gefallen. Gerne weiter machen mit dem Faden - ich werde still mitlesen.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #174 – 11.08.2026, 22:00
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Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Wie es scheint, könnte zumindest eine leichte Neugier auf dieses Filmgenre existieren. Hätte es null Feedback gegeben, hätte ich die Moderatoren oder den Administrator gebeten, den Thread zu löschen. Was ich -nebenbei- absolut okay gefunden hätte.
@latho : Du liegst goldrichtig, manch ein anderer hätte gesagt: Bruce Lee (natürlich).
Ich werde in den nächsten Tagen ein wenig was schreiben, mal sehen, ob es ankommt.
@latho : Du liegst goldrichtig, manch ein anderer hätte gesagt: Bruce Lee (natürlich).
Ich werde in den nächsten Tagen ein wenig was schreiben, mal sehen, ob es ankommt.
Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Ich hoffe, Du siehst es mir nach, wenn ich es so formuliere: es geht (mir) hier nicht um Autorenkino bzw. -filme mit hohem schauspielerischen Niveau aus Ostasien für die intellekuelle Oberschicht.motörwolf hat geschrieben: 16 Mai 2026, 13:38 @Roberto
Ich habe den Thread zunächst als solchen über Filme aus China, Taiwan, Japan usw gesehen, doch dann kamen die Erwähnungen der Van Damme-Filme. Sind die mit sonstiges Gesteche und Gehaue gemeint?
"sonstiges Gesteche und Gehaue" war natürlich ein wenig flapsig formuliert. Aber ja, The Muscles from Brussels gehört natürlich auch dazu.
Natürlicherweise macht ein Handkantenschlag keinen MA-Film aus. Dennoch wirst Du beim Mitlesen bemerken, daß sich MA-Kino und Action-Kino durchaus überschneiden können. Beim MA-Kino (so, wie ich es definiere) sollte allerdings der Schwerpunkt auf den Kampfkünsten liegen und nicht unbedingt auf der reinen Action.motörwolf hat geschrieben: 16 Mai 2026, 13:38 Ich hätte die nämlich einfach unter Action geführt, da für mich ein Handkantenschlag nicht gleich einen MA-Film aus dem betreffenden Streifen macht. Wie definierst du die Genres, um die es hier gehen soll
Interesse ist auf jeden Fall vorhanden. Ich würde zumindest mitlesen und ggf meine Watchlist etwas erweitern, wenn mir etwas interessantes begegnet.
Einfaches Beispiel: Chuck "The Bienenkauer" Norris (Friede seiner Seele) war definitiv ein Martial Artist, aber "Missing in Action" war dann doch eher ein typisches Action-Movie der 1980er Jahre. Der Schauspieler Jet Li bewegte sich oft im angesprochenen Grenzbereich, Die Ip Man-Reihe mit Donnie Yen würde ich als reines Martial Arts - Kino bezeichnen.
- salamandersalat
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Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Ich bin gespannt, was ich aus diesem Thread für mich ziehen kann, denn in der Regel beschreibt das hier meine Haltung gegenüber Martial Arts (Tanzfilme für Fußballjungs) ziemlich gut:
Bisherige Favoriten: Lik Wong und The Raid.
Bisherige Favoriten: Lik Wong und The Raid.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Tanzfilme für Fußballjungs? Das ist jetzt neu für mich.salamandersalat hat geschrieben: 18 Mai 2026, 21:18 Ich bin gespannt, was ich aus diesem Thread für mich ziehen kann, denn in der Regel beschreibt das hier meine Haltung gegenüber Martial Arts (Tanzfilme für Fußballjungs) ziemlich gut:
Bisherige Favoriten: Lik Wong und The Raid.
Bei Lik Wong und The Raid bist Du schon ziemlich weit sowohl im Geschehen, wie auch im "geht mächtig zur Sache".
Aber das tut Iko Uwais ja schon seit vielen Jahren. Und beileibe nicht nur im MA-Bereich.
Aber gemach bitte, ich bin gedanklich noch in den 1970er Jahren.
Re: Wuxia - Martial Arts und sonstiges Gesteche und Gehaue
Sich über die Shaw-Brothers, ihr Filmimperium, ihre Stars und so weiter zu unterhalten, könnte Wochen oder Monate dauern.
Ich versuche, die Sache ein wenig zu straffen, bevor man sich im Dickicht der mehr als 1000 Filme und all der Kung Fu-Stars verliert.
Die Brothers waren seit etwa Mitte der 1950er Jahre bis etwa Mitte der 1980er Jahre gut im Kinogeschäft, nach 1985 verlegt man sich auf TV und Video. Einer der Gründe war auch, daß ihnen in Form der Golden Harvest-Studios mächtige Konkurrenz entstand.
Ein Markenzeichen der Shaw-Studios war die im wahrsten Sinne des Wortes gewaltige Fließbandproduktion. Das Gelände der Studios war allerdings in HongKong realtiv begrenzt, so daß fast alle Filme in diesem engen Revier mit den immer gleichen Bauten und Requisiten entstanden. Meist sogar mehrere Filme direkt nebeneinander.
Hierzulande waren all diese KungFu- und Shaolin-Movies in den 1970er Jahren sehr populär. Die Kinolandschaft war noch geprägt von kleinen Dorf- und Stadtkinos mit allermeist sehr spartanischer Ausstattung und Equipment. Es gab Kinos, die jede Woche mindestens einen Shaolinklopper im Programm hatten. Mein damaliges Dorfkino war so eines. Angegliedert an eine große „Wirtschaft“ (also Kneipe) hingen dort im Glaskasten ständig Plakate von „Karate-Filmen“. Ich erinnere noch gut, daß der kleine Bub Roberto eigentlich an einem Sonntag in die Nachittags-Andacht zur Kirche gehen sollte. Tat er aber nicht, sondern schlich sich in die Nachmittagsvorstellung. Es lief „Das Schwert des gelben Tigers“ mit David Chiang und Til Lung. Und da bekam der kleine Roberto den Schock seines Lebens, als sich Lei Li (Chiang) als unterlegegener Kämpfer den Arm abhackte und ihn mit seinem Schwert an einem Baum festnagelte. Und wäre das nicht genug gewesen, wurde Feng Chun-Chieh (Ti Lung) bei einem Kampf mit dem bösen Lung in der Mitte des Körpers durchgehackt. Das Kunstblut spritzte natürlich ordentlich und mir war ziemlich übel, als ich aus dem Kino rauskam.
Okay, das am Rande. Ti Lung und David Chiang waren über die 1970er Jahre sowas wie ein Vorzeige-Duo der Brothers. Chiang war der coole Draufgänger, Lung der ruhige, überlegte Kämpfer. Es gab so einige Klassiker mit den beiden, teils zusammen, teils mit anderen Actors. Darunter (deutsche Titel) „Duell ohne Gnade“, „Die Teufelspiraten von Kau-Lun“ oder auch „Die gnadenlosen Fünf“.
Dazu kann man noch sagen: David Chiang kam urspünglich aus dem Stunt-Geschäft, wurde niemals mit nacktem Oberkörper gezeigt (er war kleine, recht schmächtig und wenig muskulös) und hatte auch keine formale Kampfkunst-Ausbildung hinter sich. Also sowas wie ein reiner Autodidakt, aber ein ziemlich guter.
Anders Ti Lung. Er ist ein hervorragend ausgebildeter Wing Chun-Artist und auch in diversen anderen Kampfsportarten durchaus bewandert. Für eine gewisse Zeit wurde er sogar als Nachfolger von Bruce Lee gehandelt.
Wer sich die 18 Minuten antut und in einer Art gerafftem Schnelldurchlauf durch die Welt der Shaw Brothers streamen möchte:
Ich versuche, die Sache ein wenig zu straffen, bevor man sich im Dickicht der mehr als 1000 Filme und all der Kung Fu-Stars verliert.
Die Brothers waren seit etwa Mitte der 1950er Jahre bis etwa Mitte der 1980er Jahre gut im Kinogeschäft, nach 1985 verlegt man sich auf TV und Video. Einer der Gründe war auch, daß ihnen in Form der Golden Harvest-Studios mächtige Konkurrenz entstand.
Ein Markenzeichen der Shaw-Studios war die im wahrsten Sinne des Wortes gewaltige Fließbandproduktion. Das Gelände der Studios war allerdings in HongKong realtiv begrenzt, so daß fast alle Filme in diesem engen Revier mit den immer gleichen Bauten und Requisiten entstanden. Meist sogar mehrere Filme direkt nebeneinander.
Hierzulande waren all diese KungFu- und Shaolin-Movies in den 1970er Jahren sehr populär. Die Kinolandschaft war noch geprägt von kleinen Dorf- und Stadtkinos mit allermeist sehr spartanischer Ausstattung und Equipment. Es gab Kinos, die jede Woche mindestens einen Shaolinklopper im Programm hatten. Mein damaliges Dorfkino war so eines. Angegliedert an eine große „Wirtschaft“ (also Kneipe) hingen dort im Glaskasten ständig Plakate von „Karate-Filmen“. Ich erinnere noch gut, daß der kleine Bub Roberto eigentlich an einem Sonntag in die Nachittags-Andacht zur Kirche gehen sollte. Tat er aber nicht, sondern schlich sich in die Nachmittagsvorstellung. Es lief „Das Schwert des gelben Tigers“ mit David Chiang und Til Lung. Und da bekam der kleine Roberto den Schock seines Lebens, als sich Lei Li (Chiang) als unterlegegener Kämpfer den Arm abhackte und ihn mit seinem Schwert an einem Baum festnagelte. Und wäre das nicht genug gewesen, wurde Feng Chun-Chieh (Ti Lung) bei einem Kampf mit dem bösen Lung in der Mitte des Körpers durchgehackt. Das Kunstblut spritzte natürlich ordentlich und mir war ziemlich übel, als ich aus dem Kino rauskam.
Okay, das am Rande. Ti Lung und David Chiang waren über die 1970er Jahre sowas wie ein Vorzeige-Duo der Brothers. Chiang war der coole Draufgänger, Lung der ruhige, überlegte Kämpfer. Es gab so einige Klassiker mit den beiden, teils zusammen, teils mit anderen Actors. Darunter (deutsche Titel) „Duell ohne Gnade“, „Die Teufelspiraten von Kau-Lun“ oder auch „Die gnadenlosen Fünf“.
Dazu kann man noch sagen: David Chiang kam urspünglich aus dem Stunt-Geschäft, wurde niemals mit nacktem Oberkörper gezeigt (er war kleine, recht schmächtig und wenig muskulös) und hatte auch keine formale Kampfkunst-Ausbildung hinter sich. Also sowas wie ein reiner Autodidakt, aber ein ziemlich guter.
Anders Ti Lung. Er ist ein hervorragend ausgebildeter Wing Chun-Artist und auch in diversen anderen Kampfsportarten durchaus bewandert. Für eine gewisse Zeit wurde er sogar als Nachfolger von Bruce Lee gehandelt.
Wer sich die 18 Minuten antut und in einer Art gerafftem Schnelldurchlauf durch die Welt der Shaw Brothers streamen möchte:
