Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Nachtrag Bobo Stenson Trio : Habe gestern die Bobo Stenson/Lennart Aberg Duo Aufnahme gehört und so überaus trefflich wie der Pianist Thelonious Monk bezüglich "Trinkle Tinkle" und "Crepescule with Nellie" begegnet bleibt es mir verwunderlich, dass er niemals Kompositionen des Grossmeisters in sein Piano Trio Repertoire (so wie Werke von Ornette Coleman) aufgenommen hat 
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"I'm not much but I'm all I have" (Philip K. Dick)
Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Wir sollten viel mehr Thelonious Monk hören ergo .... :
Marian McPartland Trio "Bemsha Swing" (Concord) 1995 .... dies aufgenommen "live" @ Yoshi's mit dem ausgezeichneten Bassisten Bill Douglass (btw welcher mir ansonsten nur via Hadley Caliman über den Weg lief) und Glenn Davis (dr) .... die eklektische Songauswahl und das kompakte Spiel der Kombo verdienen ein grosses Ausrufezeichen (besser zwei !!) ....
Marian McPartland Trio "Bemsha Swing" (Concord) 1995 .... dies aufgenommen "live" @ Yoshi's mit dem ausgezeichneten Bassisten Bill Douglass (btw welcher mir ansonsten nur via Hadley Caliman über den Weg lief) und Glenn Davis (dr) .... die eklektische Songauswahl und das kompakte Spiel der Kombo verdienen ein grosses Ausrufezeichen (besser zwei !!) ....
"I'm not much but I'm all I have" (Philip K. Dick)
Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Nochmal Bobo Stenson :
Es sind nun 50 Jahre vergangen, dass ECM das feine Jan Garbarek Quartett Album "Dansere" veröffentlichte. Ein Album auf welchem Bobo Stenson hier mit Palle Danielsson (b) und Jon Christensen (dr) ganz maßgeblichen Anteil an dessen grosser Güte hatte. Das Album war jedoch kommerziell nicht überdurchschnittlich erfolgreich und das war's dann .... erstaunlich dass Manfred Eicher auch nicht das Potential dieser Rhythmuskombo "stand slone" sah und keine Piano Trio Aufnahme ermöglichte .... aber womöglich war Eicher damals im Taumel des Erfolges von/mit Keith Jarrett .... apropos Keith Jarrett: auch interessant das vorgenannte Jan Garbarek Quartett vergleichend mit den Keith Jarrett "European Quartet" zu hören ....
Es sind nun 50 Jahre vergangen, dass ECM das feine Jan Garbarek Quartett Album "Dansere" veröffentlichte. Ein Album auf welchem Bobo Stenson hier mit Palle Danielsson (b) und Jon Christensen (dr) ganz maßgeblichen Anteil an dessen grosser Güte hatte. Das Album war jedoch kommerziell nicht überdurchschnittlich erfolgreich und das war's dann .... erstaunlich dass Manfred Eicher auch nicht das Potential dieser Rhythmuskombo "stand slone" sah und keine Piano Trio Aufnahme ermöglichte .... aber womöglich war Eicher damals im Taumel des Erfolges von/mit Keith Jarrett .... apropos Keith Jarrett: auch interessant das vorgenannte Jan Garbarek Quartett vergleichend mit den Keith Jarrett "European Quartet" zu hören ....
"I'm not much but I'm all I have" (Philip K. Dick)
Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Marian McPartland Trio "Turnaround" (Concord) 1995 .... wohl auch mehr Ornette Coleman hören ein Thema .... zumindest für mich ....
"I'm not much but I'm all I have" (Philip K. Dick)
Re: Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Wer Mohini Dey noch nicht kennt: Das hier ist ein guter Einstieg. Die indische Bassistin trifft bei dieser Session auf Pianist Greg Spero (Spirit Fingers) und Drummer Blaque Dynamite alias Mike Mitchell – ein Trio, das das Format Piano, Bass, Drums konsequent an seine Grenzen treibt. Wechselnde Metren, enge Unisono-Passagen, permanente Interaktion – und dabei kein einziger Moment, in dem jemand nur mitläuft. Für einen Jam sehr spannend, auf Dauer wahrscheinlich zu viel des Guten.
serenity now!
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Re: Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung

1982 kenny drew mit ed thigpen und nhøp, der einstieg ins album mit "lullaby of birdland" ist kein lullaby sondern ein zünftger ritt über das piano und den bass, danach geht es dann tatsächlich lullaby-mäßig mit thigpens "sweet lullaby"weiter in ruhigem fahrwasser, wobei mir nhøp bassspiel hier sehr zusagt, weiter gehts mit johannes brahms "wiegenlied", in dem drew und nhøp diesem stück auf wunderbare weise mit ihrer ruhigen und zurückgenommenen spielweise ihren stempel aufdrücken um danach in gershwins summertime herrlich swingend die erste seite ausklingen zu lassen. thigpen grundiert das ganze in mal mehr oder weniger zurückhaltendem spiel, in summertime bekommt er zeit für ein tolles ruhiges drumsolo, einfach nur klasse...
auf seite 2 geht es mit einem jiddischen volkslied und perlendem piano intro weiter(hush-a-bye)um dann von drews doch forschem spiel den träumen entrissen zu werden um nhøp kurzes solo genießen zu können, in dessen anschluss sich drew und thigpen kurz die bälle zuwerfen. danach kommt mit irving berliners "russian lullaby" wieder etwas ruhigeres fahrwasser mit piano- und bassdominanz , wobei mir nhøp etwas zu hart klingt. das anschließende "lullaby in ragtime" in gleichberechtigter interaktion und dezenter bassbetonung wirkt im gesamtkonzept wie ein fremdkörper ohne schlecht zu sein. zum schluss kommt mit "your soft eyes" eine sehr schöne eigenkomposition von drew, die das album elegant beendet und mir hier die stärken von drew, nhøp und thigpen im ruhigen spiel voll aufzeigt.....insgesamt sehr feine scheibe.....
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
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Re: Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung

hier mal wieder etwas peterson im trio mit sam jones und bob durham. die alben aus dieser mps reihe sind schon alle richtig klasse, vor allem wenn der gute wie hier zum teil balladen auspackt, emily z.b. ist fantastisch, allerdings hat er auch den hang zum ubertriebenen high speed spiel, technisch superperfekt, erreicht mich damit aber nur bedingt. klanglich ist die ganze reihe einfach vom feinsten.....
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
Re: Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
schönes neues interview mit den necks, quasi mal die gesamte bandgeschichte:
https://deepcutswrites.substack.com/p/t ... nd-to-cult
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- gypsy tail wind
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Re: Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Danke fürs Teilen!vorgarten hat geschrieben: 02 Apr 2026, 18:25 schönes neues interview mit den necks, quasi mal die gesamte bandgeschichte:
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Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #173 – 09.06.2026, 22:00
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #173 – 09.06.2026, 22:00
Das Piano-Trio im Jazz .... eine Fortschreibung
Wie üblich bei Konzerten der sehr wunderbaren Betty Carter startet auch jenes @ Kongsberg anno 1978 mit einem Feature für ihr Piano Trio, hier mit John Hicks (p) + Retzo Harris (b) + Clifford Barbaro (dr) ....
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