Umfrage Die Ärzte

Track-Umfragen (incl. Übersicht und Planungsthread), Song des Tages
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Jan Lustiger
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Jan Lustiger »

Shanks hat geschrieben: 24 Feb 2026, 18:26 Lohnt sich eigentlich "Das Buch Ä", wenn man das "Meerschwein" mehr oder weniger auswendig aufsagen kann? ;)
Ich würde sagen ja. Habe mit der Lektüre auch Jahre lang gezögert, weil ich das Meerschwein als Jugendlicher ungefähr 50mal gelesen habe. Stilistisch ist mit Übelacker sicher kein Künstler vom Himmel gefallen und manchmal liest es sich etwas holprig, aber das Buch ordnet die Geschichte der Band besser in den größeren kulturellen Kontext ein und auch die Kommentare der Beteiligten selbst vertiefen einiges. Ich habe tatsächlich gar nicht mal so wenig Neues gelernt beim Lesen. Einige Fehler aus dem Meerschwein wurden auch korrigiert und es deckt ja alleine durch den Erscheinungstermin automatisch etwa 15 Jahre mehr ab. Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist: Sahnie wird viel fairer behandelt, als das noch beim Meerschwein der Fall war.
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zoji
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von zoji »

Jan, Du hattest Dich drüben gefragt, ob Deine Texte noch jemanden erreichen. Bei mir sieht es so aus: Ich nahm sie vor allem in Interviews immer als sympathische, clevere, unterhaltsame Hitlieferanten wahr. Musikalisch und inhaltlich erreichen sie mich aber nicht wirklich. Auch durch Deine Texte werde ich in der Zukunft wohl kein Praxisbesucher, aber ich lese sie mit Genuss und Interesse, und obwohl Du noch in den 80ern bist, haben sie bei mir als bedeutendes und eigensinniges deutsches Pop-Phänomen erheblich an Größe gewonnen.

Ach so, liebster mir bekannter Hausbesuch wenigstens eines Doktors:

Und lieg` ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Gu-i-tah-re! Und gebt sie mir mit in mein Grab! (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
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Jan Lustiger
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Jan Lustiger »

Public service announcement: Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation (altes Forum erleidet gleiches Schicksal wie Bela und Farin in dem Bild) wird die Umfrage um genau eine Woche verlängert. Sie endet nun am Sonntag, den 8. März, um 23:59 Uhr!

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Hallogallo
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Hallogallo »

1 Grace Kelly
2 Teenager Liebe
3 Zu spät
4 Du Willst Mich Küssen
5 mach die Augen zu
6 Ich, am Strand
7 Anneliese Schmidt
8 Teddybär
9 Sommer, Palmen, Sonnenschein
10 Paul
11 Der Lustige Astronaut
12 Vollmilch
13 Zitroneneis
14 Zum Bäcker
15 Männer sind Schweine
16 Schunder Song
17 Lasse reden
18 Junge
19 Kopfhaut
20 Mein kleiner Liebling
We hope you all enjoy the show. And remember, people, that no matter who you are and what you do to live, thrive and survive, there're still some things that makes us all the same. You. Me. Them. Everybody. Everybody.
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Gipetto »

Jan Lustiger hat geschrieben: 26 Feb 2026, 07:52 [...] wird die Umfrage um genau eine Woche verlängert. Sie endet nun am Sonntag, den 8. März, um 23:59 Uhr!
Danke, kommt mir sehr gelegen!
"Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
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firecracker
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von firecracker »

Hallogallo hat geschrieben: 26 Feb 2026, 18:24
17 Lasse reden
Da ist ein e zu viel.

Ich bekomm Ohrwürmer vom Lesen sämtlicher Ärzte-Titel. Hätte ich bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten. Obwohl ich die Band ja immer mochte.
Ich geh mit dem Walkman an den Strand und leg mich mit Popmusik in den Sand
Nur ins Wasser geh ich nicht, denn mein Walkman ist nicht wasserdicht
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von madmartl »

firecracker hat geschrieben: 27 Feb 2026, 09:54
Hallogallo hat geschrieben: 26 Feb 2026, 18:24
17 Lasse reden
Da ist ein e zu viel.

Ich bekomm Ohrwürmer vom Lesen sämtlicher Ärzte-Titel. Hätte ich bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten. Obwohl ich die Band ja immer mochte.
Da bist du ja endlich :greetings-waveyellow:
You can't beat two guitars, bass and drums. (Lou Reed)
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Jan Lustiger
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Jan Lustiger »

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Fünf Jahre nachdem Die Ärzte sich gegründet hatten, um so zu tun, als wären die Popstars, haben sie ihr Ziel auf spektakuläre Weise erreicht. Obwohl sie in den Charts weiterhin außerhalb der Top 20 agierten, waren Bela, Farin und Hagen keine falschen Popstars mehr, sondern waschechte. Ärzte-Konzerte werden bestens besucht, Mädchen fallen in Ohnmacht, Fans lauern ihren Idolen auf, um sich Autogramme oder mehr zu holen (Eine glückliche Dame schafft es, Bela auf dem Weg zu einem Auto einen seiner Ohrringe abzureißen), Eltern sehen bei ihrem Anlick rot. "Dann bin ich ein Star, der in der Zeitung steht", hatten sie 1984 in "Zu spät" gesungen. Der Inhalt des Songs war Realität geworden.

Farin Urlaub sah in dem Erfolg zunehmend einen ambivalenten Segen. Wohin sollte die Reise der Ärzte jetzt noch gehen? Was könnten sie ihrem Werk jetzt noch hinzufügen? War ihr Bandkonzept auserzählt? Die letzten Jahre würden schwer zu toppen sein. Würden Die Ärzte sich nun etwa dem ewigen Kreislauf aus Single-Hit/neue LP/Tour hingeben, indem so viele erfolgreiche Bands gefangen waren, die versuchten, ihren Erfolg zu melken, solange es ging? Doch Die Ärzte waren mit dem Anspruch, an den Start gegangen, unvorhersehbar zu sein, vor den Kopf zu stoßen und immer einen Schritt weiter zu denken. Schließlich kam Farin die Idee. Was würde man von einer Band, die gerade ihren endgültigen Durchbruch erarbeitet hat, am wenigsten erwarten? Richtig: Dass sie sich auflöst.

Für den Gitarristen und Hauptsongwriter der Ärzte machte plötzlich alles Sinn. Der drastische Schritt wäre zum einen im Hinblick auf das Bandkonzept konsequent und er wäre ungefähr das letzte, was man von eine Band an diesem Punkt ihrer Karriere erwarten würde. Um das Gesamtkunstwerk Die Ärzte zu perfektionieren, mussten sie sich auflösen. Bei einem gemeinsamen Motorrad-Urlaub in Zypern offenbart er seine Gedanken Bela. Der ist zunächst schockiert. In den letzten fünf Jahren waren Die Ärzte sein und Farins zentraler Lebensinhalt. Und das alles sollte jetzt, da sie es nach oben geschafft hatten, mit einem Mal wieder zu Ende sein? Bela bat um Bedenkzeit - und je mehr er darüber nachdachte, umso mehr leuchtete ihm Farins Logik ein. Die Auflösung ist beschlossene Sache. Vorher soll es aber nicht nur eine letzte Tour geben, sondern auch ein letztes großes Ärzte-Album. Dieses Album ist Das ist nicht die ganze Wahrheit....

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Nachdem sie das Schicksal der Ärzte besiegelt hatten, platzten bei den beiden Songwritern der Ärzte mehrere Knoten. Hatten sie sich mit Neukompositionen für ihre Verhältnisse zuletzt schwer getan, kamen nun beide mit einer Songidee nach der nächsten um die Ecke. Speziell Bela legte sich nochmal richtig ins Zeug, schließlich würden die Tantiemen für die Platte in den folgenden Jahren zu einer wichtigen Einnahmequelle für sein Leben nach den Ärzten werden. Farin musste sich da angesichts seines höheren Anteils am bisherigen Songwriting geringere Sorgen machen.

Das Album, das sich die beiden dann ziemlich schnell aus den Ärmeln schütteln, ist dann auch tatsächlich vollgepackt mit zukünftigen Klassikern: Farin liefert die Hass-Hymne "Ohne dich", beklagt die Entführung seiner Freundin durch "Außerirdische" und bedient sich bei Metallica für eine Rachehymne gegen einen übergewichtigen Stalker-Fan namens Elke. Der Text ist gespickt mit Fat-Shaming-Witzen und den Ärzten heute zu angenehm, um ihn noch live zu spielen, obwohl er bis in die Nullerjahre hinein zu den Konzerthighlights gehört. Neben dem Thrash-Metal-Track "Elke" gibt es mit "Bitte bitte" einen weiteren Ausflug in Gefilde, die neu in den Ärzte-Kosmos eingeführt werden: Mit der Sadomaso-Nummer zollt Herr Urlaub mit Depeche Mode einer seiner Lieblingsbands Tribut: Die Ärzte go synth pop! Der Hidden Track "♀" erzählt währenddessen zu akustischer Gitarre von der Begegnung eines Jungen mit einer Frau. Es ist Liebe auf den ersten Blick, doch seine Annäherungsversuche werden mit den Worten "Schwanz ab" und einem Tritt in den Bauch goutiert.



Bela schreibt mit "Popstar" ein Stück, das zu Beginn ihrer Karriere ironisch gewesen wäre, nun aber der Wahrheit entspricht: "Ich hab kein Abitur / Nur manchmal Stress mit der Zensur / Bin kein Genie, nein, ich bin nur / Ich bin ein Popstar." Neben "Popstar" schafft es vor allem "Blumen" in den Kanon der Ärzte-Kultsongs. Als der mit der Band befreundete Musiker Axel Knabben alias Axel Schulz stolz verkündet, dass seine Kacke nicht mehr stinken würde, seitdem er Vegetarier ist, kriegt Bela zuerst einen Lachanfall - danach schreibt er das Stück, das als erste Single aus Das ist nicht die ganze Wahrheit... ausgekoppelt wird. Es ist das erste Mal, dass ein Bela-Stück zur Leadsingle auserkoren wird. Kurz darauf wird Farin Urlaub tatsächlich Vegetarier.



Verzerrte Gitarren bestimmen das Album, Jangle-Pop und Buddy Holly sucht man hier vergebens. Erstmals in die Obhut ihres zukünftigen Stammproduzenten Uwe Hoffmann eingekehrt, haben sich Die Ärzte zur humorvollen Pop-Rock-Band mit gelegentlichen Ausflügen in andere Genres gewandelt. Das ist nicht die ganze Wahrheit... markierte außerdem die erste Platzierung einer Ärzte-LP in den Top 10: 35 Wochen hält es sich in den Charts, Höchstplatzierung: Platz 6. Mit der zweiten Single "Westerland", einem leicht vergifteten Liebesbrief an die beliebte Urlaubsinsel Sylt, in dem Die Ärzte einmal mehr, aber deutlich glatter produziert als früher, ihrer Vorliebe für Surf-Harmonien frönen, hat man gemessen an der Chartplatzierung (34) einen kleinen Hit, gemessen am kulturellen Einschlag einen großen.



Unter dem Motto Die beste Band der Welt, das schnell zu einer Art zweitem Bandnamen wird, gehen Die Ärzte auf eine große, mehrere Monate dauernde Abschiedstour. Manager Conny Konzack hat die Idee, ein allerletztes großes Abschiedskonzert in Westerland zu spielen, von der die Band sofort begeistert ist. Und so betreten Bela, Farin und Hagen am 9. Juli 1988 zum letzten Mal eine Bühne, um gemeinsam ein Konzert zu spielen. Die Urlaubsinsel Sylt befindet sich zwei Tage lang im Ausnahmezustand, als Jugendliche, Punks und andere Sympathisanten der besten Band der Welt anreisen, um dem letzten Ärzte-Konzert beizuwohnen. Bela, Farin und Hagen, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Zweifel an ihrer Entscheidung hatten, wird gegen Ende des Konzerts dann doch etwas mulmig zumute. Weil sie nicht wollen, dass es aufhört, spielen sie nach dem eigentlichen Ende der Show noch ein paar Coversongs wie "I Wanna Live" von den Ramones und "Where's Captain Kirk?" von Spizz Energi. Das Medley aus aktuellen Hits, das sie auf der Tour normalerweise vor "Zu spät" spielen wird durch ein Medley aus Songs von deutschen Künstlern ersetzt, mit denen sich Die Ärzte verbunden fühlen: Die Goldenen Zitronen, Die Mimmi's, Rocko Schamoni und auch: Die Toten Hosen. Mit Ausnahme der Hosen befinden sich die gecoverten allesamt im Publikum und sind höchst gerührt. Gerührt ist auch die Band selbst von der überwältigenden Reaktion, die ihnen bei ihrem letzten Konzert entgegenschlägt. Mit einem Kloß im Hals verlassen sie die Bühne und begraben ihre Band. Bela meint, er habe Tränen in den Augen gehabt, das sei aber niemandem aufgefallen, weil er sowieso total verschwitzt war.

Auf ihrer letzten Tour haben Die Ärzte mehrere Konzerte mitgeschnitten. Am 27. Oktober 1988 erscheint mit Nach uns die Sintflut eine Dreifach-Live-LP. Zur Überraschung aller Beteiligten springt der Monolith, mit dem Die Ärzte sich selbst ein Denkmal setzen, direkt auf den ersten Platz der Album-Charts. Nicht nur überrascht, sondern geradezu irritiert reagieren so manche Musikerkollegen auf den Charterfolg. Peter Maffay erklärt öffentlich, wie fassungslos es ihn mache, dass "so eine Scheiße" auf Platz 1 kommt. Zu den Alben, die durch den Ärzte-Erfolg auf die Plätze verwiesen werden, gehört auch Ein kleines bisschen Horrorschau von den Toten Hosen. Schorsch Kamerun von den Goldenen Zitronen bekam den Anruf eines verdutzten Campino, der einfach nur sagte: "Sag mir, dass das nicht wahr ist!".

Die Rivalität Hosen/Ärzte begleitete beide Band durch die 80er - und obwohl die Hosen eines der Lieblingsziele für die Späße der Ärzte waren, ging sie eher von den Düsseldorfern aus. In den Anfangsjahren bewegte man sich noch im selben Dunstkreis - der spätere Hosen-Drummer Wölli etwa spielte mit Sahnie bei Frau Suurbier und löste dort Bela ab, der ebenfalls kurze Zeit Mitglied dieser Funpunk-Band war. Als Die Ärzte mit ihrem Popstar-Gag ernst machten und die Einladung der Bravo annahmen, sind sie für die Hosen gestorben. Aus Punker-Ehre einerseits, andererseits aber auch, wie Campino heute zugibt, aus Eifersucht. Auch die Hosen haben es auf die Charts abgesehen, wollen dabei aber einem Authentizitätsideal treu bleiben, das Die Ärzte so ziemlich mit ihrer Gründung bewusst aus dem Fenster geworfen haben.

1989 erscheint mit Die Ärzte früher! noch eine Compilation mit den Tracks aus der Vielklang-Zeit. Darauf enthalten sind die Tracks der EPs Zu schön, um wahr zu sein! und Uns geht's prima... sowie sämtliche Sampler-Beiträge. Als letzte Single aus Das ist nicht die ganze Wahrheit... wird außerdem Farin Synth-Pop-Nummer "Bitte bitte" ausgekoppelt. Im dazugehörigen Video rechnen Die Ärzte ein letztes Mal mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften ab: Hagen bringt dem Gremium Ärzte-Platten, die strenge, von Pornostar Teresa Orlwoski gespielte Vorsitzende, die sich dann passend zum Song noch in eine Domina verwandelt, erklärt diese für zensiert, die LPs werden dann von einer gefräßigen Maschine mit Reißzähnen verschlungen. Eine weitere Spitze gegen die Bundesprüfstelle gab es auf der Nach uns die Sintflut übrigens in Form einer Bonus-7". Unter dem Titel "Der Ritt auf dem Schmetterling" war hier eine Live-Version von "Geschwisterliebe" enthalten - gesungen vom Publikum. Wundersamerweise wird "Der Ritt auf dem Schmetterling" nie indiziert.



Mit diesen Veröffentlichungen gehen Die Ärzte endgültig in den Ruhestand. So sicher sind sich Bela und Farin, dass sie die Verlagsrechte an ihrem kompletten Songkatalog verkaufen. Als der Käufer noch mehr Geld bietet, wenn sie die Rechte an einem eventuellen Comeback-Album drauf schlagen, zögern sie nicht lange - denn das wird es ja sowieso nie geben. Kommentar Farin viele viele Jahre später: "Der lacht wahrscheinlich heute noch."

Kurz darauf trifft Farin ausgerechnet Campino in einer Berliner Bar. Die beiden kommen ins Gespräch über alte Zeiten und begraben das Kriegsbeil. Campino ist überzeugt davon, dass die Trennung nicht von langer Dauer sein wird, Farin hält völlig überzeugt dagegen. Die beiden schließen eine Wette ab: Wenn Die Ärzte sich innerhalb der nächsten fünf Jahre reformieren, schuldet Farin Campino 1000 DM. Bleibt die Auflösung bestehen, gewinnt Farin den Betrag. In den Folgejahren spielt Farin, unter anderem mit Uwe Hoffmann, in der Rockband King Køng, Bela gründet mit seinem alten Punker-Kumpel Beckmann und einem gewissen Rodrigo González die Hard-Rock-Band Depp Jones. Von Erfolg sind beide Bands nicht gekrönt und auch der Kontakt zwischen Jan und Dirk, wie sie sich nun wieder nennen, schläft ohne Die Ärzte ein. Ende 1992 kommen beide Bands, die im übrigen Englisch sangen, um sich so weit wie möglich von den Ärzten abzugrenzen, unabhängig voneinander zu ihrem Ende. In einem Anflug an Sehnsucht nach alten Zeiten greif Jan Vetter Anfang 1993 wieder zur Gitarre und komponiert zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder auf Deutsch.

Kurze Zeit später fischt Campino einen Brief aus Berlin aus seinem Briefkasten. Der Inhalt: ein 1000-DM-Schein und ein Zettel mit den Worten: "Du hattest Recht."
Zuletzt geändert von Jan Lustiger am 27 Feb 2026, 13:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Jan Lustiger »

@Hallogallo Warst du drüben mit einem anderen Namen unterwegs oder bist du neu? Damit ich deine Liste (hervorragende Nummer Eins übrigens) im System dem richtigen User zuordnen kann.
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Hallogallo
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Re: Umfrage Die Ärzte

Beitrag von Hallogallo »

Jan Lustiger hat geschrieben: 27 Feb 2026, 10:53 @Hallogallo Warst du drüben mit einem anderen Namen unterwegs oder bist du neu? Damit ich deine Liste (hervorragende Nummer Eins übrigens) im System dem richtigen User zuordnen kann.
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